Jahresrückblick 2018

 

-Natalie-

Eine Achterbahnfahrt, aber auch eines der aufregendsten Jahre meines Lebens.

Anfang 2018 ist eigentlich nichts großartiges passiert. 

Ich arbeitete in einem 40 Stunden Job, den ich ehrlich gesagt abgrundtief hasste. 

Ab März wird die ganze Geschichte interessant. Ich habe gekündigt. 

Ein wahnsinniger Schritt, aber eigentlich für mich nicht, da ich meinen Job ja eh hasste. 

Also hieß es ab Ende März „Hallo Leben“. 

Ich wollte mich Selbstständig machen. Das war der große Plan. 

(Ist immer noch ein großer Plan 😀 ) 

Franzi und ich haben auch im März angefangen Fotos zu machen und kleine geheime Pläne geschmiedet und von einem anderen Leben geträumt. 

So haben wir im Mai fest beschlossen, Travelinder zu gründen und dieses riesige Projekt ist dann auch pünktlich zum 1.Juli online gegangen. 

Wir, also Franzi und ich, waren dieses Jahr so viel Unterwegs, wie wir es beiden seit Jahren nicht mehr waren. Jede Woche haben wir mindestens einen Tag in den Bergen verbracht und das hat uns so verdammt gut getan. Wir hatten das Gefühl alles richtig zu machen. 

So lief es den ganze Sommer. 

Im Oktober sind wir gemeinsam auf die Färöer Inseln gereist und waren komplett baff von dieser atemberaubenden Natur. Wir genossen jeden Tag auf diesen Inseln. 

Dann kam der Herbst und man muss ehrlich sagen, die Luft war etwas raus. Wir waren müde und unsere Kreativität hat darunter gelitten.

Ich bin umgezogen und bei Franzi ging in der Arbeit die Hochsaison los.

Als dann die Tage immer kürzer und dunkler wurden, passte sich meine Stimmung diesem Grau an. Müdigkeit macht sich breit und die Motivation hat sich auch irgendwo unter der Decke versteckt, während die Tage nur noch so an mir vorbei ziehen.

Aber hey. Weihnachten war wunderbar und das neue Jahr, auf das, ich kann da auch für Franzi sprechen, wir uns schon unglaublich freuen, wird sicherlich großartig.

Ein hoch auf 2019. Ein Jahr ohne großen Vorsätzen, in dem wir einfach nur Leben und jeden Tag genießen wollen.

 

 

-Franzi-

Wenn ich jetzt auf das vergangene Jahr zurück blicke, muss ich zugeben, dass es vollkommen anders verlief, als ich es geplant hatte. 

Mein eigentlicher Plan war es, viel zu arbeiten, um Geld zu sparen, damit ich ein Jahr im Ausland verbringen kann. Ich hatte das Gefühl, als würde mich mein eigenes Leben erdrücken und dachte, dass ein Jahr im Ausland, vollkommen auf mich alleine gestellt, mir die Freiheit geben würde, nach der ich mich so sehr sehnte. Doch wie so oft im Leben kam dann alles anders als gedacht.

Alles begann bei unserer Wanderung in Garmisch-Partenkirchen. Mir wurde bewusst, wie sehr mein Leben unter all der Arbeit gelitten hatte. Ich habe schon immer gerne meine Zeit in der Natur verbracht, aber vor lauter Arbeit habe ich es nur noch selten in die Berge geschafft. Wegen meinen schlechten Arbeitszeiten hatten meine Freunde nur sehr selten gleichzeitig mit mir frei und alleine wollte ich auch nicht los ziehen. 

Natalie hatte damals schon gekündigt, und auf dieser Wanderung trafen wir dann den Entschluss, an meinen freien Tagen, zusammen Ausflüge zu machen. Natalie und ich waren damals noch nicht einmal wirklich befreundet. Wir waren lediglich Bekannte, aber wir hatten den selben Wunsch. Wieder mehr Zeit in der Natur zu verbringen.

Wir machten einige tolle Ausflüge und lernten uns immer besser kennen. Wir entdeckten immer mehr Gemeinsamkeiten, ob nun die Liebe zur Fotografie, die Sehnsucht nach Freiheit, oder die Wünsche und Träume die wir teilten. 

Als wir dann unseren Urlaub in Lofer machten, würde ich behaupten, hatten wir uns bereits gut angefreundet. Das dort allerdings dann die Idee entstehen würde, die unser beider Leben vollkommenen verändern würde, damit hätte wohl keiner von uns beiden gerechnet. 

Ab da ging es dann eigentlich relativ schnell. Wir hatten die Vision von Travelinder und wollten sie in die Tat umsetzen. Ich muss zugeben, dass mir anfangs nicht bewusst war, mit wie viel Arbeit das verbunden sein würde, aber Travelinder war für uns zu einem großen Traum geworden und wir waren beide mehr als bereit, all unsere Kraft in dieses Projekt zu stecken.

Das Highlight unseres Jahres war dann wohl unsere Reise auf die Färöer Inseln. Damit wollten wir uns auch für all die harte Arbeit der vergangenen Monate belohnen und ich muss wirklich sagen, wir hatten dort eine großartige Zeit. 

Als wir dann zurück kamen waren wir beide erstmal krank und das schlechte Wetter und die triste Stimmung laugten mich regelrecht aus. Dazu kam dann noch all der Stress und die Hektik in der Arbeit. Ich muss eingestehen ich war mit meiner Kraft ziemlich am Ende. Meine Tage bestanden nur noch aus Arbeit. Ich stand auf und schrieb für den Blog, danach Arbeit, wieder Heim, ins Bett und am nächsten Tag wieder das selbe. Ich kroch regelrecht auf dem Zahnfleisch.

Mir wurde klar, dass ich mir zu viel aufgeladen hatte und unbedingt kürzer treten musste. Ich hatte es unterschätzt, neben einem 40 Std Job noch an einem Blog zu arbeiten. Mir wurde klar, dass ich etwas ändern musste. 

Die Entscheidung fiel mir nicht schwer. Beim Blog kürzer zu treten kam für mich auf Dauer nicht in Frage, deshalb entschied ich mich im nächsten Jahr nur noch Teilzeit zu arbeiten. Mir ist klar, dass ich das finanziell spüren werde, aber mir hat das Jahr bewusst gemacht, dass nicht Geld mich glücklich machen würde. Das was ich durch Travelinder alles erleben durfte, hatte mich wirklich glücklich gemacht und mich der Freiheit nach der ich immer so verzweifelt gesucht habe, einen großen Schritt näher gebracht. 

Travelinder ist für mich nicht mehr nur ein Projekt oder ein Blog. Es ist für mich zu einer Art Lebenseinstellung geworden. 

Ich freue mich sehr auf 2019 und bin gespannt, was das neue Jahr für uns bereit hält und wie sich Travelinder weiter entwickeln wird.

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